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Herzliche Einladung zur myCOPD-Challenge 2018 am 21. Nov. um 10:00 Uhr, Eingang Türmerstube Stephansdom Südturm

Hallo zusammen,

 

Ich möchte Euch herzlich einladen, der myCOPD-Challenge am Mittwoch den 21. November um 10:00 Uhr beizuwohnen.

Ort: Wiener Stephansdom Südturm – Eingang zur Türmerstube
Zeit: 10:00 Uhr

 

Ich werde versuchen, mit meinem Team der Therme Wien Med, Martin Gütlbauer (Therapeut) und Dr. Elisabeth Czuchajda (Fa. für Innere Medizin), die 343 Stufen zu ersteigen.

Ich freue mich, dass mich dabei „Hausherr“ Dompfarrer Toni Faber, mein langjähriger Freund, Extremsportler und „Moneymaker“ Alexander Rüdiger sowie Doz. Dr. Arschang Valipour, ärztlicher Leiter der Bronchiologie des Otto-Wagner-Spitals, hinauf zur Türmerstube begleiten werden.

 

Bei so viel mentaler und vielseitiger Unterstützung kann ja nichts mehr schief gehen!
Im Anschluss findet ein kurzes Pressegespräch statt.

 

Auf Euer Kommen freut sich
Eberhard Jordan und das Team der myCOPD-Challenge

Es ist sooooo erbärmlich langsam!

Wenn mir irgendwer gesagt hätte, dass ich eines Tages gezielt dafür trainiere werde, langsam zu sein, hätte ich nur den Kopf geschüttelt, hätte mich umgedreht und wäre gegangen. Aber jetzt ist es soweit.

Eigentlich dachte ich, ich hätte meinen Rhythmus für das Stiegensteigen schon gefunden: Einmal aus- und einatmen und dann vier Stufen oder Schritte gehen. Aber heute kam mein Therapeut mit der Idee, es doch mal anders zu versuchen, um länger durchzuhalten. Seine einfache Vorgabe lautete: Einmal aus- und einatmen und dann … zwei Stufen gehen. Es war furchtbar, das ist soooo erbärmlich langsam.

Aber mein Therapeut hatte Recht: Schon beim zweiten Versuch konnte ich tatsächlich viel länger durchgehen – eigentlich müsste man ja fast dahinkriechen sagen, aber es funktioniert. So probiere ich das – ich nenne es jetzt mal „Schlendern“ – auch gleich im Alltag: Ich schlendere also schön langsam nach Hause, ausatmen, einatme, zwei Schritte, ausatmen, einatmen, zwei Schritte … und das Ganze gut hörbar quer über den großen Parkplatz eines Einkaufszentrums.

Ich möchte gar nicht wissen, was die Menschen sich denken, wenn sie mich da so dahin … schlendern sehen, aber es ist jetzt einfach Teil meines Trainings. Ich trainiere, langsamer zu werden, aber dafür länger durchzuhalten. Glaubt mir, das ist ganz schön hart für jemanden, dessen Lieblingssportart der Sprintbewerb war und ist.

Also ein hoch auf die Langsamkeit – ich übe mich fleißig!

Ich habe einen wunderbaren Brief aus Köln bekommen. – Herzlichen Dank!!!

Hallo Eberhard,

nun geht es mit großen Schritten auf deine Challenge zu, wozu ich Dir ganz fest die Daumen drücke.

 

Ich erinnere mich noch gut an meine Besteigung des Kölner Dom im Mai 2015. Die Vorbereitungen dafür nahmen fast ein ganzes Jahr in anspruch. Auch wenn ich mich manchmal verflucht habe, das zu machen, hat es mir auch immer wieder Auftrieb gegeben. Natürlich war ein solches Event nur durch die Unterstützung meiner Ärzte, Physiotherapeuten, der Firma Takeda und meiner Familie und Freunden möglich. Aber das weist du ja mittlerweile auch am Besten.

 

Je näher der Tag kam, desto öfters kamen auch zweifel in mir ob ich dieses Ziel auch erreiche. So viele Treppen machen ja schon Gesunden Menschen zu schaffen, und dann will da einer hoch der kaum Luft bekommt ?!. Aber an diesem Tag hatte ich gar keine Zeit darüber nach zu denken.

Meine Unterstützer hatten alles bis ins Detail geplant. Ein Kamerateam war da, verschiedene Pressevertreter, meine Ärzte, Physiotherapeuten, meine SHG  sowie meine Familie und Freunde.

Schon alleine das war Ansporn genug, diese nicht zu enttäuschen.

 

An den Aufstieg erinnere ich mich noch heute als wäre es gestern. Es war anstrengend, und doch auch wieder etwas besonderes. Schon alleine um mir zu beweisen das mit Willen und Akzeptanz auch mit weniger Atemvolumen etwas zu schaffen ist. gleichzeitig ist mir aber Bewusst das es auch COPD’ler gibt die es sich nicht zu trauen, und auch nicht in der Lage dazu sind.

 

Eins wirst du aber verspüren wenn du es dann geschafft hast, oben auf dem Stephansdom zu stehen. Du wirst zwar müde sein aber auch stolz auf dich selbst. Denn das ist es was du wie auch Ich damit wollte. Sich selbst, trotz dieser Krankheit, beweisen das man es schaffen kann.

Und wenn wir dann noch anderen Kranken damit etwas zuversicht geben können haben wir mehr erreicht als wir wollen.

 

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, obwohl ich mir sicher bin das auch du es schaffen wirst.

 

Viele Grüße aus Köln
Jupp Brandl