Monthly Archives: September 2018

Video: So läuft das Training für myCOPD-Challenge

Die Vorbereitung auf die Besteigung des Stephansdoms am 21. Nov. läuft in vollen Touren: Jede Woche wird mehrmals trainiert, dreimal daheim, einmal in der Therme Wien. Das wöchentliche Programm umfasst mehrere Atemtrainings sowie Kraft- und Ausdauereinheiten. Dazu kommt am Wochenende Bewegung im Freien, zu Fuß oder mit dem Fahrrad im Prater oder auf der Donauinsel. Mehr erfahren Sie im neuen Video:

 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

oder von der Schwierigkeit der Trainingsroutine.

 

Dass sich mal zu lange Trainingspausen einschleichen, etwa wenn einem irgendwelche außergewöhnliche Aktivitäten aus der Routine bringen, ist schnell passiert. Wenn es richtig drunter und drüber geht, ist das ja geradezu unvermeidlich. Das war zum Beispiel bei mir in der Startphase der myCOPD-Challenge so, als mich die kurzfristig notwendige Übersiedelung ganz aus dem Rhythmus geworfen hat. Dann ist ein kurzes Aussetzen des Trainings ja auch okay. Aber das soll es dann auch schon gewesen sein. Denkt man.

 

Was grundsätzlich hilft, ist, Handy und Computer auszuschalten. Denn kaum ist eines von beiden an, gibt es ständig die Möglichkeit einer unwillkommenen Ablenkung – ah, das könnte ja wichtig sein und das wollte ich ja auch noch erledigen.

 

Und ich habe mir wieder einen neuen strengen Plan gemacht. Die Hauptschwierigkeit dabei ist es, keine anderen Termin dazwischen kommen zu lassen. Da muss man richtig konsequent sein und sich immer klar machen, dass nichts wichtiger ist als das regelmäßige Training, dass es meine erste Aufgabe ist, so gut trainiert wie möglich meine Challenge zu bewältigen. Und wenn ich dann ich mich hineinhöre, merke ich auch gleich, wie richtig gut es sich anfühlt, bald wieder an frühere Trainingserfolge anzuschließen. Und ich freue mich dann auch schon darauf, ganz konzentriert zu trainieren, und erst am Nachmittag oder eben am frühen Morgen die anderen Sachen zu erledigen.

 

Auch lege ich wieder mehr Augenmerk auf meine Ernährung. – Da hat mir ein Freund erst kürzlich etwas Witziges erzählt: Ein Diätologe hat ihm empfohlen, alles was er isst, zuerst zu fotografieren, und er meinte dazu: Erst dann fällt dir auf, welchen Junk du eigentlich in dich rein stopfst. – Das klingt nach einer guten Idee!

Neue Presseaussendung

COPD: Risikogruppen und Prävention der heimtückischen Krankheit

Rauchen ist Ursache Nr. 1 – Nur jede fünfte COPD-Erkrankung ist berufsbedingt

 

Husten? Auswurf? Kurzatmigkeit? Die Lungenkrankheit COPD beginnt schleichend und wird meist viel zu spät diagnostiziert. In der „Top-10-Liste“ der tödlich verlaufenden Erkrankungen ist sie die einzige, deren Häufigkeit aktuell weiter zunimmt. Dennoch ist diese heimtückische Atemwegserkrankung kaum bekannt. Mit seiner MyCOPD-Challenge möchte der betroffene Künstler, Eberhard Jordan, auf die schwerwiegenden Folgen, aber auch auf Präventionsmaßnahmen sowie Therapiemöglichkeiten aufmerksam machen.

 

COPD-Patient Eberhard Jordan ist einer von mindestens 400.000 Betroffenen in Österreich. Als ehemaliger Raucher gehört der 56-jährige COPD-Patient, Blogger und bildnerisch tätige Künstler, diagnostiziert seit 2004, der Risikogruppe Nummer eins an. Dennoch muss er sich eingestehen: „Ich habe meine Symptome viel zu lange ignoriert.“ Um Aufmerksamkeit zu schaffen und Betroffenen Mut zu machen, schreibt er in seinem Blog mit großer Offenheit über seine Erkrankung https://mycopd-blog.com und engagiert sich aktuell in einer Kampagne für COPD. Dafür wird er am 21. November 2018, dem Welt-COPD-Tag, im Rahmen einer persönlichen Challenge den Südturm des Wiener Stephansdom erklimmen https://www.mycopd-challenge.com : „Ich möchte, dass so viele Menschen wie möglich auf die Krankheit aufmerksam werden. Denn Schätzungen zufolge sind in Österreich 40 Prozent der Betroffenen nicht diagnostiziert und erhalten daher auch keinerlei Therapien.“ Dabei könnte durch eine Früherkennung viel Leid verhindert werden.

 

Risikofaktoren meiden: Bitte das Rauchen einstellen!

Risikofaktor Nummer eins ist unbestritten das Rauchen. „Die sukzessive Ablagerung von Teerpartikeln und Kondensaten aus dem Tabakrauch fördert die Entwicklung chronischer Entzündungen“, erklärt Prim. Dr. Gert Wurzinger, Facharzt für Lungenkrankheiten und Arzt für Allgemeinmedizin in Graz. Über 80 Prozent der COPD-Betroffenen sind (ehemalige) RaucherInnen – ein Grund mehr, mit dem Rauchen aufzuhören und ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie einzuführen. Das Volksbegehren von dontsmoke.at findet übrigens von 1. bis 8. Oktober statt.

 

Erhöhte Belastung durch Feinstaub, Gase und Dämpfe

Jede fünfte COPD-Erkrankung steht im Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz. Vor allem jene Berufsgruppen, die mit Gasen, Dämpfen oder Staub hantieren, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt. In vielen Branchen gibt es dennoch zu wenig Risikobewusstsein – etwa in Bäckereien, Malerbetrieben oder in der Landwirtschaft. „Hier ist die Politik am Zug, endlich ausreichende Schutzbestimmungen einzuführen“, fordert Eberhard Jordan. Verschmutzte Stadtluft, Feinstaub und Ozon könnten ebenfalls Lungenkrankheiten auslösen oder verstärken.

 

Genetische bedingte Faktoren sind selten

Natürlich spielen auch körperliche Voraussetzungen, die mit genetischen Veranlagungen in Zusammenhang stehen, eine Rolle. Ein gut erforschtes Beispiel ist der angeborene Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, von dem aber nur ca. 0,2 Promille der Bevölkerung betroffen sind. Der Mangel dieses Enzyms beeinträchtigt die Lungensubstanz und erhöht das Risiko, an COPD zu erkranken.

 

Durch Bewegung COPD vorbeugen

Regelmäßiges Training – vor allem der Lunge – ist die einfachste und wichtigste Maßnahme, den Auswirkungen einer COPD-Erkrankung entgegenzuwirken. Doch gerade diese Maßnahme fällt vielen COPD-Betroffenen zunehmend schwer. Ein fataler Teufelskreis. Auch Eberhard Jordan hatte zuvor kaum Bewegung gemacht. Nun trainiert er drei Mal pro Woche drei Stunden zusätzlich für seine MyCOPD-Challenge begleitet von einem Reha-Team der Therme Wien Med. Und auch regelmäßige Radtouren zählen trotz COPD zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Wie und wo verrät er in seinen Blogs.

 

Früherkennung und Diagnose

Wer anhaltende Symptome wie Husten, Atemnot und Auswurf beobachtet, sollte unbedingt einen Lungenfacharzt aufsuchen. Das verlässlichste Diagnosemittel ist die Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie). „Die Durchführung ist einfach und schmerzlos. Sie gibt Aufschluss über eventuell vorhandene Einschränkungen und erlaubt eine Bestimmung des COPD-Schweregrads sowie eine Abgrenzung gegenüber anderen Krankheiten“, weiß Dr. Elisabeth Czuchajda, Fachärztin für Innere Medizin in Wien. Der Lungenfunktionstest ist auch im Rahmen der einmal jährlich kostenlosen Gesundenuntersuchung möglich. Die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse. „Gehen Sie zum Arzt und lassen Sie sich testen“, rät Eberhard Jordan.